Zu bunt für Grappa

10. Band der Grappa-Serie
Erscheinungsdatum: Mai 1999

In der Idylle der Provence erschießt Antiquitätenhändler Kolatschke zuerst seine Lebensgefährtin und dann sich selbst. Die Journalistin Maria Grappa erlebt die Tat hautnah und stellt zurück in Bierstadt fest, dass Kolatschke aus der gleichen Stadt kam wie sie. Nichts und niemand vermag die Journalistin daran zu hindern, ein zweites Mal in die Provence zu reisen. Dort, davon ist sie überzeugt, liegt der Schlüssel zu dem Fall. Und sie scheint Recht zu haben, denn sie trifft in sonniger Landschaft alte Bekannte und erfährt endlich, worum sich alles dreht: um ein bisher unbekanntes Gemälde van Goghs, den Bauern im Melonenfeld. Doch ist das Gemälde wirklich echt? Bald weiß Grappa nicht mehr, wem sie trauen kann, denn Sonne, Wein und die Zärtlichkeiten ihresLovers Antonio Cortez trüben ihre Sinne …

Leseprobe:

»Runter!«, schrie Cortez und riss mich vom Stuhl. Plötzlich fand ich mich auf dem Pflaster zwischen den metallenen Tischbeinen wieder, war völlig verwirrt, hörte das Rattern einer Maschinenpistole und einzelne angstvolle Schreie. Cortez lag halb auf mir, atmete schwer, hielt meinen Kopf, um mich zu beschützen.
Dann wieder das Aufheulen eines Automotors, Reifenquietschen, Fahrgeräusche, keine Schreie mehr, dafür aber mehrstimmiges Wimmern.
»Das galt uns«, raunte Cortez in mein Ohr. Wir lagen noch immer auf dem Boden, er hatte seinen Mund an meiner Wange, sein Oberkörper lag schützend über meinem, ich schloss die Augen – nicht vor Angst, sondern weil ich diesen vertrauten Augenblick so lange wie möglich auskosten wollte.
»Lass uns schnell verschwinden«, flüsterte Cortez. »Ich habe keine Lust, der Polizei Auskünfte geben zu müssen.«
»Okay«, stammelte ich, immer noch ein bisschen benommen – ob von dem Ereignis oder seiner Nähe, ich wusste es nicht.

Pressestimmen:

Döbelner Anzeiger
»Virtuos und schnörkellos schickt die Autorin Hauptfigur und Leser auf die kriminalistische Pendelfahrt zwischen Bierstadt Dortmund und der Provence. Ein Buch, das mit einem ›Happs‹ geschluckt werden will.«

BuchJournal
»Die Journalistin Maria Grappa begegnet bei ihren Recherchen einem überzähligen braunen Hund, einem wichtigen Gemälde und einem zweifelhaften Liebhaber. Zur Freude des Lesers, der das Puzzle wie gewohnt amüsant und kurzweilig zusammengefügt bekommt.«

Lippische Landes-Zeitung
»›Zu bunt für Grappa‹ ist ein spannender Krimi mit stimmungsvollen Betrachtungen der provenzalischen Landschaft, der Bevölkerung und der kulinarischen Genüsse.«

ekz-Informationsdienst
»Wollenhaupts 10. Grappa-Krimi ist wieder flott geschrieben und garantiert fesselnde Unterhaltung, dazu trägt dieses Mal sicher das beschwingte Provence-Flair bei …«