Grappa dreht durch
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4. Band der Grappa-Serie Erscheinungsdatum: September 1994 |
Der Fernsehjournalist John Masul stürzt vom Dach eines
Bierstädter Hochhauses in den Tod. Obwohl Maria Grappa nicht an
einem Selbstmord zweifelt, lässt sie sich von ihrer Freundin Bertha
und der Witwe Rita Masul überreden, die Nachfolge des Toten bei der
Produktionsfirma Teleboss anzutreten. Schnell wird Grappa klar, dass
das Betriebsklima in dem Unternehmen bei weitem nicht so gut ist,
wie der Chef ›BIG Boss‹ glauben machen will. Weder der
hypochondrische Fernsehstar Rudi Mühlen noch der schöne Kameramann
Elvis ist Garant für einen aufrichtigen und moralisch sauberen
Journalismus. Doch wo ist ein Motiv für einen Mord?
Grappa glaubt immer noch an Selbsttötung, denn Gründe dafür gab
es genug. Dann wird Masuls Tochter entführt. Die Forderung: die
Herausgabe einer Videokassette. Die Suche nach dem Band wird zu
einem Wettlauf mit den Entführern …
Leseprobe:
Bevor Rita den Raum verließ, sagte sie: »Ich wünsche Ihnen viel
Freude in dieser Hölle von Eitelkeit und Bösartigkeit, Frau Grappa!
Seien Sie vorsichtig, dass Sie die Arbeit hier überleben. Meinem
Mann ist das leider nicht gelungen. Wer von Ihnen hat ihn eigentlich
vom Dach gestoßen?« Die Konversation war schlagartig verstummt.
Rosi Ritzenbaum war weiß wie die Kalkwand hinter ihr, BIG Boss hatte
einen stummen Protest auf den Lippen und Elvis Wüsten starrte Masuls
Witwe an. »Kommen Sie, Frau Masul!« Ich schob Rita schnell auf
den Flur. Als ich in den Raum zurückkehrte, bemerkte ich, dass
Rudi Mühlen inzwischen gekommen war. Das Team der Firma Teleboss war
komplett. »Frau Masul ist ganz schön fertig!«, stellte ich fest.
»Wieso glaubt sie, dass ihr Mann ermordet worden ist?« Meine Frage
war schiere Naivität. Alle schauten zu BIG Boss. Er hustete ein
paarmal und sagte dann: »Ich kann diesen Vorwurf nur so
interpretieren, dass Frau Masul noch voller Trauer ist. Trauer macht
ungerecht. Natürlich hat niemand von uns Herrn Masul
ermordet.« Seine Stimme lachte, doch in seinen Augen lag Angst.
Pressestimmen:
Der Evangelische Buchberater
»… es fällt wie immer schwer, den Krimi vor der letzten Seite aus
der Hand zu legen.«
Emsdettener Volkszeitung
»Wer genug hat vom Londoner Nebel, von britischen Herrensitzen
und Scotland Yard, wer übersättigt ist vom genialen
Kombinationsvermögen kleiner, schnauzbärtiger belgischer Detektive
und wer glaubt, dass auch deutschsprachige Autoren spannende Krimis
schreiben können und dass auch der Dortmunder Hauptbahnhof als
Kulisse eines Verbrechens taugt, der kann unbedenklich zu Gabriella
Wollenhaupts Büchern greifen.«
WDR Dortmund
»Und wenn die Grappa und Bertha losziehen, um die böse Welt
genauer unter die Lupe zu nehmen, dann ist wirklich Lachen angesagt,
dann ist der Roman komisch und bringt zur Grusellust auch noch eine
Lachlust.«
Badische Neueste Nachrichten
»Maria Grappa hat Witz und Ideen, kommt den Übeltätern auf die
Schliche und beglückt ihr Publikum pro Krimi mit mindestens einem
italienischen Menüvorschlag.«
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