Grappa und die acht Todsünden
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13. Band der Grappa-Serie Erscheinungsdatum: Juni 2002 |
Gleich sieben Männer und Frauen werden während eines festlichen
Essens in einer Bierstädter Villa grausam ermordet. Wer sind die
sieben und wer hatte etwas gegen sie? Die Antwort auf die erste
Frage erfährt Reporterin Maria Grappa nicht von der Kripo, sondern
vom Mörder selbst: Er schickt ihr nach und nach Fotos zu, auf denen
jeweils eines seiner Opfer abgebildet ist, samt einem biblischen
Psalm und dem Verweis auf eine Todsünde, die der- oder diejenige
wohl begangen haben muss. Grappa versucht den Sinn der Botschaft zu
ergründen und stellt fest, dass es eine achte Todsünde geben muss,
die in der katholischen Glaubenslehre nicht vorgesehen ist. Der
geheimnisvolle Mörder macht ihr klar, dass sie selbst diese achte
Todsünde begangen hat: Crudelitas, die Sünde der Hartherzigkeit.
Leseprobe:
Ich bewegte mich in Richtung meiner Einzelzelle. Auf dem Weg
dorthin betrachtete ich den Umschlag in meiner Hand. Nichts
Außergewöhnliches: Format DIN A5, mit Schreibmaschine adressiert,
der Absender fehlte, das Wort persönlich war mit der Hand
unterstrichen. In meinem Büro angekommen, öffnete ich das
Kuvert. Es enthielt ein Schwarzweißfoto. Das Bild zeigte einen
Mann, der auf einem Stuhl saß, von nahem fotografiert, denn das
Gesicht war gut zu erkennen. Schütteres, längeres Haar, das in
Strähnen bis auf die Schultern hing, der Kopf war nach hinten
geneigt, die Augen halb geschlossen, der Mund leicht geöffnet, die
Zunge hing seitlich zwischen den Lippen herunter, wie ein dickes
Blatt Löschpapier. »Das ist ja …«, murmelte ich. Ja, das war
einer der Toten in der Villa, in der ich vergangene Nacht gewesen
war, und zwar nicht mit einem Teleobjektiv herangezoomt, sonst wäre
das Foto grobkörniger geworden. Der Fotograf musste direkt vor dem
Toten gestanden haben. Quer über dem Gesicht des Mannes stand
etwas geschrieben: GULA. GULA?
Pressestimmen:
Richter ohne Robe
»Wollenhaupt hat einen sehr einfühlsamen, aber auch
bodenständigen Krimi geschrieben. Sieben Tote – und doch kein
hard-boiled Roman. Das muss erst einmal vollbracht werden.«
Wochen-Anzeiger Oberhausen
»Autorin Gabriella Wollenhaupt, hauptberuflich
Fernsehredakteurin, kennt nicht nur das journalistische Metier aus
dem Effeff. Auch ihre Hauptfigur ist liebevoll und detailliert
gezeichnet und eine echte Sympathieträgerin. Sogar wenn der Leser
frühzeitig weiß, dass der Heldin sicher nichts Böses zustoßen wird,
ist Wollenhaupt doch eine kurzweilige Erzählung gelungen, an der
auch sündig veranlagte Krimi-Fans ihren Spaß haben werden.«
Rheinische Post, Feuilleton
»Zum 13. Mal drängelt sich Gabriella Wollenhaupt mit ihrer
erfundenen Figur Maria Grappa auf unseren Nachttisch und lässt uns
die eine oder andere Nacht etwas weniger schlafen.«
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