Grappas Treibjagd
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2. Band der Grappa-Serie Erscheinungsdatum: September 1993 |
Laura Gutweil, Psychologin und Therapeutin von sexuell
missbrauchten Mädchen, wird während einer Party ermordet. Ihre
Freundin Maria Grappa, Reporterin des Bierstädter Tageblattes, macht
sich Vorwürfe, denn auch sie war Gast auf der Feier. Hätte sie den
Mord nicht verhindern können? Grappa ist wild entschlossen, den
Täter zu finden. Anders als die Polizei glaubt sie nicht an einen
Mord aus Eifersucht, sondern vermutet, dass das Verbrechen mit
Lauras Arbeit zusammen-hängt. Denn Laura war einem Mann mit Namen
'Onkel Herbert' auf der Spur, der seit Jahren im Verborgenen sein
Unwe-sen treibt. Die Journalistin untersucht Lauras letzten Fall:
ein zehnjähriges Mädchen, das Opfer von Onkel Herbert geworden ist.
Als sie die Akte 'Beate Bartusch' mitgehen lässt, stellt sie fest,
dass sie nicht die Einzige ist, die sich für diesen Fall
interessiert ...
Leseprobe:
Die Stimmen, die mich weckten, waren außer sich. Hände griffen
und schüttelten mich; ich schreckte hoch. Irgendetwas Furchtbares
hatte sich zugetragen, ich spürte es, obwohl ich kaum bei Sinnen
war. Im Halbschlaf öffnete ich die Augen. Ich sah Walter, der mich
schüttelte.
»Wach auf, um Gottes willen«, jammerte er.
»Laura! Es ist etwas mit Laura!« Nein! Ich rappelte mich hoch.
Setzte mich auf und fragte entgeistert: »Wo ist sie?« »Sie ist in
ihrem Zimmer ... aber sie ist tot!« Ich verstand noch immer
nichts. Ich stand auf und hastete aus dem Zimmer. Mir war, als würde
der Boden bei jedem meiner Schritte dröhnen. Die Tür zu ihrem
Schlafzimmer war geöffnet. Ich stürzte hinein. Laura lag auf
ihrem Bett. Sie war nackt. Ihre Arme waren über dem Kopf an das
Bettgestell gefesselt, mit einer Gardinenkordel. Die Beine waren
gespreizt. Blut war nicht zu sehen. Meine Nerven begannen wie
eine Hochspannungsleitung zu summen. Das Stöhnen heute Nacht, es war
kein Stöhnen der Lust, sondern des Todes. Ich hatte vor Lauras Tür
gestanden und nichts gemerkt!
Pressestimmen:
Bremer
»Diejenigen, die Freude am reichlich anzutreffenden Wortwitz
haben, müssen "Grappas Treibjagd" durch die gesellschaftlichen
Schichten einer Großstadt mitmachen, bis sie am Ende aufatmend das
Buch beiseite legen können.«
ekz-Informationsdienst
»Fesselnde Spannungslektüre ...«
WAZ
»Der Leser wird in einen Sog der Niedertracht gerissen. Gabriella
Wollenhaupt ist die sachkundige Führerin.«
Badische Neueste Nachrichten
»… viele Episoden und Dialoge sind … so komisch, dass sie
tatsächlich geschehen sein müssen. Gar nicht komisch sind dagegen
die aufzuklärenden Verbrechen, die von Betrug bis Kindesmissbrauch
reichen. Besonders Letzteres wird in ›Grappas Treibjagd‹ so
erbarmungslos detailliert geschildert, dass es nicht nur der
schlagfertigen Maria Grappa die Sprache verschlägt.«
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